Studentenrabatt.ch: Ein offener Brief zur Gegendarstellung

Liebes Studentenrabatt.ch-Team

Auf dem Webportal “studentenrabatt.ch” wurde vor einiger Zeit anonym ein Artikel gepostet, in dem mein Blog „ahnungslos.ch“ der gezielten Irreführung Ihrer potenziellen Kunden beschuldigt wird. Gerne gehe ich hier in diesem offenen Brief darauf ein.

Gleich zuerst: Schade, dass Sie zu keinem Zeitpunkt mit mir in Kontakt getreten sind und mich als Autoren der (meiner Meinung nach feigen) Anonymität beschuldigen. Weder ist ahnungslos.ch anonym, noch wäre ich schwer zu kontaktieren gewesen. Die Seiten „Über“ sowie „Kontakt“ beinhalten jegliche Informationen, welche Sie benötigt hätten. Ich musste Ihre Landingpage via Google finden, wo sie als Werbung (Screenshot) auf das Keyword „ahnungslos“ geschaltet wird. Ich will Sie hier nicht der Rufschädigung beschuldigen, aber Ihre Reaktion gegen mich hat keinerlei Relevanz im Bezug auf „ahnungslos“. Ausser Sie vermuten, dass potenzielle Kunden nach „ahnungslos“ suchen, wenn Sie Studentenrabatt.ch finden wollen. Diese Massnahme ist, so meine persönliche Meinung, sehr gezielt auf die Diskreditierung meiner Seite ausgerichtet.

Nun noch Mal der Link zu Ihrem Artikel: Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Sehen Sie, so einfach geht die von Ihnen angesprochene Offenheit und Transparenz. Mein Artikel, welcher bei Ihnen besprochen wird, kriegen Ihre Leser nämlich zu keinem Zeitpunkt zu Gesicht, weder abgebildet, kopiert noch verlinkt. Des Weiteren schreiben Sie in Ihrer Einleitung, es werde versucht, „einen Konkurrenten schlecht zu machen“. Machen wir das kurz. Ich sehe mich nicht als Ihre Konkurrenz. Auch erwähnen Sie, dass ich geschrieben habe, studentenrabatt.ch führe die Kunden „gezielt in die Irre“. Das stimmt nicht. Das „gezielt“ haben Sie selbst dazu genommen, in meiner Darstellung hätte dies auch einfach ein Versehen sein können. Alle meine weiteren Informationen haben Sie kurzerhand als „unrichtig und irreführend“ abgetan. Dass ich mehrere Beweise in Form von direkten Links angeboten habe, mit welchem sämtliche Angaben meinerseits gestützt wurden, haben Sie vielleicht aber auch einfach übersehen. Wie aktuell diese Vergleiche, Links und Co. nun sind, weiss ich nicht, dies mühselig nachzuprüfen ergibt meines Erachtens keinen Sinn.

Dass Sie nicht klagen, wie Sie in Ihrem Artikel ebenfalls erwähnen, finde ich vorbildlich. Sie dürfen mir glauben: Einen Blogger ohne Vorwarnung wegen einem solchen Artikel zu verklagen, würde nicht die Reaktionen hervorrufen, welche Sie sich erwünschen. Auch ein solcher Artikel wie bei Ihnen auf der Seite halte ich für eine weniger elegante Methode, besonders, da er ohne einen Kontakt zwischen Ihnen und mir online ging und auf Keywords beworben wird, die nicht Ihrem Geschäftsfeld sondern lediglich meinem Blog dienlich sind. Wie wäre es gewesen, wenn Sie mich kontaktiert hätten, Ihre Sicht der Dinge kundgetan und mir und der restlichen Welt so einen Einblick in Ihr Geschäft gegeben hätten? Liebend gerne hätte ich einen solchen Text direkt in meinem Artikel veröffentlicht, das Bestehende bei Bedarf sogar angepasst. Im Idealfall hätten Sie so kostenlose Werbung mit bereits bestehender Sichtbarkeit gehabt. Schade, dass Sie sich für Ihre Methode entschieden haben.

In diesem Sinne einen schönen Abend, freundliche Grüsse und ein gutes Geschäft
Roger

Ps: Gerne hätte ich Ihnen diesen Brief per Mail gesandt, jedoch ist auf Ihrer Webseite keine E-Mail-Adresse zu finden. Zudem ist Ihr Artikel mit „Team“ unterschrieben, also keiner identifizierbaren Person. Soviel zur bösen Anonymität und der guten Transparenz ;-)

Pps: Was die Aussage über Ihre Mitbewerber soll, welche „in Zukunft mehr Zeit auf Ihren Service verwenden [sollen] anstatt die Kunden anderer Unternehmen gezielt zu verunsichern“, weiss ich nicht. Mein Blogbeitrag wurde von niemandem unterstützt oder angeregt.



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12 Kommentare:

  1. Geschichten wie sie das leben schreibt. Unglaublich was es für Menschen auf dem Planeten gibt. Ich bin gespannt halte uns auf dem laufenden, wie es weiter geht und ob diejenigen sich jetzt anonym oder vielleicht sogar in Real bei dir melden ;-)

  2. Starker Tobak! Hast Du eine Rechtsschutzversicherung? So rein vom Gefühl her sehe ich Art. 173 StGB (üble Nachrede). Wäre doch ein Spass zu sehen, wie sie dem Richter darlegen wie genau Du den Artikel anonym publizert hast und welcher Konkurrent Dich bezahlt hat. o.O Der Shitstorm wäre ein Genuss! ;)

  3. Mir fällt dazu irgendwie nur gerade ein: Grosses Kino!
    Dich beschäftigt dass auch nicht weiter so wie ich das lese, oder?

  4. Peinlich und klingt so ziemlich nach Eigentor würd’ ich mal sagen ^^ Und seit wann ist dein Blog ein Webportal?! Sowieso… “Webportal” – das war doch mal um das Jahr 2000 herum, oder? ;)

  5. Danke schon Mal für euer Feedback.
    Von mir aus etwas (rechtliches) machen wäre nicht meine Art, da warte ich lieber ab, ob eine Reaktion von studentenrabatt.ch kommt. Ich nehme die Sache durchaus ernst, aufgrund der erwähnten Umstände beschäftigt mich das aber tatsächlich nicht übermässig ;)

  6. Hallo anonymer Roger Tschallener (scheint dein anonymer Deckname zu sein)

    Gar nicht gewusst, dass du nicht nur ein Blog, sondern auch ein IT Versandhandel und somit Konkurrenz von studentenrabatt.ch bist. Ich würde mir gerne ein neues Notebook bei dir bestellen, aber leider finde ich ich den Untiefen deines anonymen Webportals grad den Link zu deinem Online-Shop nicht. Jänu.

    Verständlich auch, dass studentenrabatt.ch mit «Offenheit, Transparenz und einem Lächeln» das direkte Publizieren einer Gegendarstellung mit falschen Fakten meint. Eine vorgängige persönliche Kontaktaufnahme wäre tatsächlich weniger offen gewesen. Zudem ist es auch sehr schwierig, auf deinem Portal die Kommentarfunktion, ein Kontaktformular, eine E-Mail Adresse oder deine Postadresse zu finden. Alles so anonym versteckt hier. Sauerei.

  7. Ciao Roger

    Vielen Dank für deinen Artikel, welchen ich heute mit Interesse gelesen habe. Da werden ja auch wir von http://www.fruîtstore.ch direkt angekreidet. Es sieht irgendwie so aus, als hätten sie vor allem mit uns ein Problem. Der indirekte Vorwurf, wir hätten mit dir getürkte Posts gemacht, ist ja der Gipfel und völlig aus der Luft gegriffen!

    Jedenfalls kann man sämtliche Vorwürfe der Pathworks GmbH gegen dich bzw. deinen Blogartikel und http://www.fruitstore.ch mit einem Argument entkräften: Dein Artikel “Achtung: Die Studentenrabatt.ch-Irreführung” hat bereits am 26.7.2011 einen ersten Kommentar erhalten – da gab es uns noch gar nicht. Wir sind erst ein knappes halbes Jahr später am 5.12.2012 online gegangen :-)

    Jedenfalls sind die Vorwürfe der Pathworks GmbH (Betreiber der von dir “angekreideten” Studentenrabatt-Webseite) gegen uns völlig haltlos. Nur weil wir unkonventionelle Werbemassnahmen cool finden und umsetzen, heisst das noch lange nicht, dass wir in irgend einer Art unseriös agieren würden. Und das tun wir auch nicht. Der IT-Markt ist hart umkämpft, das stimmt. Uns (oder anderen Marktteilnehmern) aber vorzuwerfen, wir würden mit unsauberen Mitteln arbeiten ist doch ein krasser Vorwurf, den man eigentlich so nicht stehen lassen dürfte. Wir möchten uns jedoch nicht auf ein solches Niveau herunterlassen und werden deshalb vorerst auf deren “Gegendarstellung” nicht reagieren.

    Wir konzentrieren uns auf das, was wir gut können: Einen Online-Store betreiben, der günstige Notebooks für Studierende mit möglichst grossen Studentenrabatten anbietet und zwar auf eine unkonventionelle, erfrischende Art. Fruit Store – Fresh Notebooks for Students. Wer selber mal reinschauen möchte: https://www.fruitstore.ch – übrigens inkl. Impressum, Geschäftsführern, Mailadressen, Telefonnummern usw ;-)

    Liebe Grüsse
    Philip Eggenberger
    Geschäftsführer fruitstore.ch GmbH

  8. Danke für deinen Kommentar Philip, freut mich, dass ihr das ebenfalls aus dieser Perspektive und auch entsprechend nüchtern sieht ;)