Angebote für Kindergartenschüler bescheren Jugendorganisationen neuen Zuwachs – Anzeiger von Uster (Zürcher Oberländer) – 05. März 2010
Dank neuen Angeboten und Werbemethoden geht es bei Oberländer Jugendorganisationen wieder aufwärts.
In den letzten Jahren hatten Jugendorganisationen wie Pfadi, Cevi oder Jubla mit Mitgliederschwund zu kämpfen. Ein immer grösseres Freizeitangebot verlockte viele Kinder zu anderen Aktivitäten. Seit gut einem Jahr aber verzeichnen die Vereinigungen wieder mehr Zulauf.
Der Cevi setzt neben dem Marketing in den neuen Medien auf alternative Angebote. So wird beispielsweise im Projekt «Body Image» die Schönheitsthematik vertieft. «Wir wollen falschen Schönheitsidealen mit der Stärkung des eigenen positiven Selbstbildes vorbeugen», erklärt Seraina Zünd, Sprecherin des Cevi Schweiz. Der Cevi versucht zudem, die Kinder schon früh anzusprechen, und hat deshalb «Fröschli»-Gruppen für Kindergartenschüler ins Leben gerufen. «Die Nachfrage nach einem Programm für Kinder im Vorschulalter ist gross», sagt Livia Markwalder, Abteilungsleiterin des Cevi Volketswil-Schwerzenbach. Seit der Gruppengründung im letzten Sommer steige die Teilnehmerzahl stetig. «Die Kinder werden betreut, erleben neue Dinge und haben Spass», erklärt sich Markwalder diese Entwicklung. Im Oberland bieten fast alle Abteilungen die neue Gruppenidee des Cevi an. Auch die Pfadi Uster-Greifensee führt seit 2006 ein Angebot für «Fünkli», Kinder im Kindergartenalter. Cevi, Pfadi wie Jubla sagen, dass sie sich der Veränderung der Freizeitangebote bewusst seien. Pfadi-Sprecherin Andrea Adam bringt die Antwort auf die Frage nach dem Aussterben von Jugendgruppen auf den Punkt: «Wir sehen der Zukunft sehr positiv entgegen. Unsere Zahlen bestätigen, dass wir auch künftig zentrale Player der ausserschulischen Jugendarbeit sein werden».
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