Nach langer Zeit habe ich mich wieder ans brombeerfarbene Käseblatt “Blick am Abend” gewagt. Der Nachrichtenteil war wie immer nicht besonders informativ und das Meerschweinchen aus der Zoohandlung auf der vorletzten Seite interessiert jetzt echt niemanden.
Unterhaltsam wurde es dann im Mittelteil auf der Doppelseite “People”. Was es da so gibt? Neben dem Nichtlustig-Comic musste ich eigentlich über fast alles grinsen. Spears gleich im Doppelpack: Die alte holt sich ihre Telefonsex-Dosis bei Über-Rapper und Ex-Macker K-Fed. Die kleinere Version ist das zweite Mal in einem Jahr ungewollt schwanger. Aber wenn das Mädel überzeugt ist, das man währen dem Stillen nicht schwanger werden kann, kann nicht Mal mehr Frau Palins Anti-Teenie-Sex-Politik helfen.
Leitartikel des Bereichs war der BlaA-Vorschlag zur Music-Star Jury – Gölä wäre ja sonst echt einsam. Der Unterhaltung zu liebe sollte ja ein Bohlen-Klon die Haudraufsprüche bringen, da ist der Berner Büäzer sicher keine schlechte Wahl. Jaël Krebs von Lunik/MiNa kann mich jetzt nicht gerade begeistern. Besser als die dauerquäkende Noemi Nadelmann – letzteren Crescendo nervt mich noch heute noch bis zum Tinnitus. Rapper Stress wäre ja auch denkbar und im Vergleich zum Backup-Vorschlag Baschi geradezu eine Jury-Perle. Der Basler Ex-Musicstarteilnehmer verdient nicht ein Mal die Bezeichnung “Cervelat-Promi” – für das Pop-Würstchen wäre sogar Chippolata-Promi ein Kompliment.
Was gutes hatten die zwei Seiten dann doch noch: Ex-Jungelcampbewohner Dodo Jud bringt mit ein paar anderen Musikern ein Lied zum Welternährungstag raus. Da ich den Reggaeaner immer wieder gern höre – auch wenn er mich letztens im Hauptbahnhof fast über den Haufen gelatscht hat – zaubert diese Nachricht doch ein erfreutes Lächeln auf meine heizungsluftspröden Lippen und ersetzt da die Belustigung über die erneut dümmlichen Partyfotos. Danke.

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