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Nationalmasochismus

Wieso? Wieso macht das SF eine solche Sendung? Wieso kamen nur solche Lieder ins Finale? Wieso gewinnt SO etwas? Und: Wieso schau ich mir den Scheiss überhaupt an? Die Antwort auf alle diese Fragen: Nationalmasochismus.

SF zeigt online ein Feuerwerk. Partystimmung in den Seniorenhaushalten!

SF zeigt online ein Feuerwerk. Partystimmung in den Seniorenhaushalten!

Für alle die nur “Hä” verstehen: Vor wenigen Minuten flimmerte das Finale der aktuelle “Die grössten Schweizer Hits” über den Bildschirm. Die Top-Moderne Sendung, bei welcher sogar per WAP abgestimmt werden konnte, suchte in den letzten paar Wochen den ultimativen Schweizer Hit. In den fünf Ausscheidungs-Sendungen nahmen Künstler wie Baschi, Bligg, Ritschi, Seven, Stress, Dada Ante Portas, Phenomden, Züri West, Lovebugs, Wurzel 5, Shakra, Stefanie Heinzmann, Yves Larock und Adrian Stern teil. Leider kannte der durchschnittliche SF-Zuschauer keinen davon und nur der Bligg ist weiter. Das hat ja auch irgendwie vertraut getönt, da im Hintergrund von dem Lied, das für die Rosalie.

Im Finale standen dann grosse Namen mit nationalem, internationalen und zum Teil sogar interstellarem Erfolg: Die Chartstürmer “SängerFREUNDe & Stefan Roos” (nein, nicht Mross, den könnte man ja kennen) konnten mit ihrem Megahit “Das Herz einer Mutter” begeistern. Auch Nachwuchstalent Gölä erreichte mit “I ha di gern” die Endausscheidung. Ganz wunderbar war auch das Wunderbar-Ensemble mit “Wunderbar”. Der Jodlerklub Wiesenberg hat es dann letzte Woche zusammen mit  Francine Jordi (die in dieser Sendung auch noch etwas Anderes macht, das ist aber Wurscht) und ihrer herzzerreissenden Ballade “Das Feyr vo dr Sehnsucht” geschafft. Für Empörung sorgte jedoch ein gewisser “Bligg”, welcher unmelodiöse Sprechtexte mit grösstenteils unverständlichem Inhalt so laut ins Mikrofon brüllte, das die eigentliche tolle Ländlermusig ganz in den Hintergrund gerückt wurde.

Gewonnen hat natürlich nicht dieser doofe Bligg. Nein, auch nicht der Gölä. Gewinner des Abends, nein des Jahres, nein aller Zeiten, ist der Jodlerklub mit der Möchtegern-Lolita Francine! Gratuliere! Ich höre “Das Feyr vo dr Sehnsucht” jetzt schon auf allen Radiostationen, in den Charts – den internationalen! – und auch im nächsten Spielberg Blockbuster. Oh, und für die nächste Swiss Edition ist der Soundtrack natürlich auch schon gefixt.

23. November 2009 | 1 Kommentar | In Böse, Medien
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1 Kommentar zu “Nationalmasochismus”

  1. Jo sagt:

    ich han mer di 1. sendig öppe 10min lang atue. aber bi dene ufgsetzte diskussione und erzwungene witzli hani usschläg übercho..

    wäg de musig: klar sinds alti lüt wo die sendig lueged. wenn sich das öpper ander atuet, denn will er z’früeh ischaltet hät und uf giacobbo/müller wartet.. oder en blogitrag will mache drüber ;)

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