Mit dem Friday-Magazin Trend-Experte werden
Als sinnloses Klatschblatt, C-Promi-Boulevard, Teeny-Hipsterbibel, gar als “Feuchtgebiete” der Fashionszene verschrien, hat das 20 Minuten Magazin Friday keinen leichten Stand. Dabei könnten wir alle viel davon lernen.
Nein, nicht von Interviews über Rita Oras Lieblingssocken, nicht von neuen Mode-Kollektionen, die von optisch 11-jährigen Mädchen präsentiert werden und auch nicht von den investigativen Fragen, welche Friday Personen stellt, die… naja, sie stellen halt irgendwelchen Leuten irgendwelche Fragen. Nein, die wahren Weisheiten, das konzentrierte Wissen, die Encyclopædia Britannica des Lifestyles ist der In-/Out-Bereich auf einer der ersten Seiten des Blattes. Hier ein kleines Best-Of aus den letzten ~20 Ausgaben:
In – das ist trendy, crazy und fancy
Besonders für uns Männer ist es immer schwer zu erkennen, ob jemand mit seinem Outfit gerade im neusten Trend liegt oder einfach nur scheisse angezogen ist. Das Friday Magazin hilft da weiter, wie wir alle stylischer Leben können:
Kate Middleton trug dieselben Heels an mehreren Olympia-Events.
Drew Barrymore tauft ihr Mädchen Olive.
Sollte jemand also ebenfalls Kate oder Drew sein, go for it! Tragt Schuhe und tauft Kinder, zur Zeit ist das der letzte Schrei. Solltet ihr aber bereits im fortgeschrittenen Alter sein, beachtet was ebenfalls in ist:
Glam-Omas.
Eine hochstehende Lektüre wie das Friday setzt natürlich auch einen Minimalstand an Wissen voraus, ungebildete Personen (oder Männer wie ich) können folgende In-Codes beispielsweise nicht entziffern:
Einen Onepiece tragen wie Ed Westwick.
Kleider mit Paisleymuster
Boots mit Kegel-Absatz wie bei Isabel Marant oder Zara.
Auf der Suche nach spezifischeren Modetipps können folgende Punkte weiterhelfen:
Turban tragen
Blumenkränz im Haar
Neon-Accessoires
Jeanswesten
Kleider mit Fischgratmuster.
Cowboyboots.
Aussehen wird dass dann etwa so:

Out – das ist voll von 2011 und echt zu mainstream
Gewisse Dinge hat man im Urin, beispielsweise Wetterprognosen oder Lottozahlen. Nicht so steht es mit den Don’ts der Stylewelt. Deshalb hier die klaren MACH-DAS-NICHTs, die vor Kurzem garantiert noch ziemlich in waren:
Termine verpassen, weil man keine Agenda hat.
Mit dem Freisprechmikro am Handy superlaut im Tram quasseln.
Seinem Partner öffentlich auf Twitter Liebesnachrichten schicken.
Liegevelo fahren.
Das gute daran: Wer sein Liegevelo nun auf eBay verkauft, kann sich gleich mehrere Agenden leisten! Darin notieren sollte man sich unbedingt folgende Outs, denn wer so herum läuft, kommt gar nicht mehr in Frau Gerolds Garten rein. Nicht mal in den Vorgarten.
Matrosenmützen
Namens-Halskettchen
Den Plastiksack als Handtasche benutzen
Filzhüte.
Plateau-Pumps in Nude-Farben.
Dies würde so unvorstellbar schlimm aussehen, dazu gibt es keine Worte, und auch kein Bild. Dies würde stylische Besucher dieses Blogs in ein sofortiges Koma versetzen.
Nun aber zu euch, was sind eure Dos und Don’ts? Richtet ihr euch nur nach dem Friday oder habt ihr weitere Quellen zum Thema In- Out? Und könnte mir mal jemand erklären, wo es Kegel-Absatz-Boots mit Paisleymuster von Ed Westwick gibt?
*/** = Weder 20min.ch noch das Friday-Magazin haben etwas mit diesem Beitrag zu tun, ihr Logo soll orientieren, nicht verwirren. Und die Frauen in den “Bikinis” sind einfach Deko, die Menschen mit Schnäbis motivieren soll, einen Lifestyle-Beitrag anzuklicken.
Edit (21.04.2013): Hey, wo ist denn das Logo da oben hin?
(Die Sternchen-Anmerkungen waren übrigens von Beginn an in diesem Artikel)
Veröffentlicht am in Text, Quellen: aboutpixel.de / Collage einer schönen Frau im Bikini © Benjamin Thorn


stephi am 25.11.2012 um 02:23
hahaha
kannst jederzeit uns fragen
Roger am 25.11.2012 um 11:32
Ich bin jederzeit Offen für Beiträge wie “Streetstyle für Dummies” oder “Friday-Lesen für Anfänger”
Neifen am 29.11.2012 um 23:08
Schon lange nicht mehr so gelacht :’)
bünzlibürger am 13.01.2013 um 01:29
hahahaha “menschen mit schnäbis”…
super artikel!
Capeder Marc-André am 12.04.2013 um 14:54
Wir vom Friday begrüssens ja sehr, wenn man sich so sehr in unser Produkt vertieft.
Vielleicht reichts sogar für eine Nennung von ahnungslos.ch in der In-Sparte.
Roger am 12.04.2013 um 16:03
Da würde ich mich natürlich umso geehrter fühlen – crossmedialgenial sozusagen!